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28. April 2018 - EMMA6 - Wir waren nie hier

Konzert im Winzerverein Lantershofen
Samstag, 28. April 2018, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Eintritt: Vorverkauf 14,00 Euro (evtl. zzgl. Gebühr), Abendkasse 17,00 Euro

Stehplätze

­Vorverkauf (evtl. zzgl. Gebühren): ­
- Linus Wittich Medien Ahrweiler
- Eifeldestillerie Lantershofen
- Plattenkiste Bad Neuenahr
- Ahrtaltourismus Ahrweiler
- Ahrtaltourismus Bad Neuenahr
- REWE-Markt, Ringen (am Lottostand)
- Getränke Visang, Karweiler
- telefonisch: 02641/202118 oder 0175/5700262
- www.kulturlant.de
- www.bonnticket.de



Eine gute Band öffnet Welten - ganz gleich ob exotisch fremde oder angenehm vertraute. Emma6 gelingt es dabei, schon mit wenigen Worten, mit ausgesuchten Bildern so viel Welt sichtbar zu machen, als wäre ein Song eines dieser 180-Grad-Kinos, die es früher auf dem Jahrmarkt gab. Man könnte auch sagen: „Songs wie eine Virtual-Reality-Brille“, aber das trifft es nicht. Emma6 besitzen einfach etwas zutiefst Analoges. Nullen und Einsen, Cyberphantasien spielen woanders. Ein schönes Beispiel für diese Visionskraft ihres dritten Albums ist das Stück mit dem Titel: „Das Haus mit dem Basketballkorb“. Die eigene Assoziationsmaschine rattert sofort los. Endlich mal wieder Pop, der sie kitzelt und nicht alles bereits hermetisch und eindimensional vorgibt. Emma6 geben einem mit Songs wie diesem ganz viel zu verstehen.

Die heute in Köln beheimatete Band begegnete sich schon in ihrer Jugend - und in ihrer ganz persönlichen Kleinstadt. Heinsberg, kaum größer als ein Dorf und fast übertrieben nah an der Grenze zu den Niederlanden. Wobei der Nukleus der Band sich sogar auf eine noch kleinere Einheit zurückführen lässt: Peter und Henrik Trevisan sind nicht nur Sänger, Gitarrist und Schlagzeuger des Trios sondern auch Brüder. Bassist Dominik Republik teilte Schulwege mit den beiden - und vom Kicken kannte man sich ohnehin schon eine lange Zeit. Eine Jugend in den 90ern.

Die Texte verwischen das nicht, im Gegenteil. Sie suchen, sie forschen, sie graben. Warum ist man heute der, der man ist? Und welche Aussage trifft das eigentlich über das, was noch kommt? Wobei die Texte immer so gehalten sind, dass die eigenen Assoziationen weiter getriggert werden, die Fragen, die sich diese Band und diese Platte stellen, werden schnell zu den eigenen – vermutlich weil sie es schon immer waren. So hängt man schnell mit Haut und Haaren in diesem Album. Wie wichtig diese Platte der Band selbst ist, spürt man dabei in jedem Moment. Die erste nach dem Abenteuer, bei einer Major-Plattenfirma unter Vertrag gewesen zu sein. Die erste nach einer Zeit, in der es um Charts, Budgets und Marktförmigkeit ging. Die erste ... eigene. „Wir waren nie hier“ fühlt und hört sich an wie Befreiung. Emma6 steht dafür, lieber mal laut zu hupen, statt beflissen das eigene Profil unsichtbar zu schleifen. Man muss nicht Emma6 oder gar Musik studiert haben, um zu merken, wie gut dem Sound die Absenz einer alles gleichmachenden Majorproduktion tut. Und wie gut aber auch für die Texte die damit einhergehende Unsicherheit ist. Jetzt gehört man sich also wieder selbst, und was fängt man damit an?

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